Sachbezug Elektroauto 2024: Von diesen Änderungen profitieren Sie

Sachbezug bei Elektroautos 2024

Sachbezug Elektroauto 2024: Von diesen Änderungen profitieren Sie

Letzte Aktualisierung am 16. Januar 2024

Sachbezug Elektroauto 2024: Von diesen Änderungen profitieren Sie

Die wachsende E-Mobilität stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die steuerlichen Rahmenbedingungen, die immer wieder angepasst werden.

Dies betrifft unter anderem Begünstigungen beim Erwerb von Ladeeinrichtungen sowie beim Laden von Elektroautos. In diesem Blogtext geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Änderungen beim Sachbezug für Elektroautos und erklären, was sie im Detail bedeuten.

Richard Heijnsbroek

Richard ist Country Manager der MHC Mobility Österreich und beschäftigt sich seit über 20 Jahre mit geschäftlicher Mobilität, Autovermietung und Autoleasing

Sachbezug Elektroauto: Klare Regelungen fördern E-Mobilität

Die Bereitstellung von arbeitgeberfinanzierten Elektro-Pkws oder Elektrofahrrädern (E-Bikes) für Angestellte, die im Gegenzug einer Verringerung des Gehalts zustimmen, kann bei sachgemäßer Umsetzung nicht nur als Motivationsinstrument dienen, sondern auch eine Vielzahl steuerlicher Begünstigungen bieten, insbesondere für die Beschäftigten. Gerade die jüngere Generation legt zunehmend Wert darauf, dass Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat.

Die neuen Regelungen im Bereich der Sachbezugswerteverordnung schaffen nun endlich die lange ersehnten Klarstellungen und damit auch Rechtssicherheit für Firmen, die verstärkt auf E-Mobilität setzen möchten.

Was sind Sachbezüge?

Sachbezüge sind Leistungen in Form von Sachwerten, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder zu einem reduzierten Preis gewährt.

Im Arbeitsvertrag können Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, ob und welche Sachleistungen der Arbeitnehmer erhalten soll und ob und welche Kosten er dafür tragen muss (direkte Zahlung oder Abzug vom Nettobezug). Allerdings sollten Arbeitgeber stets auf die korrekte Umsetzung achten: Der Verwaltungsgerichtshof hat in seiner ständigen Rechtsprechung festgestellt, dass Tarifverträge das Mindestgehalt als Barvergütung festlegen. Sachleistungen dürfen daher nicht auf das Mindestgehalt angerechnet werden.

Bezugsumwandlung

Anders als beispielsweise Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren, die auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt werden, sind Elektrofahrzeuge prinzipiell von diesen Sachwerten ausgenommen. Das bedeutet: Wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer ein Elektrofahrzeug oder Elektrofahrrad für den privaten Gebrauch zur Verfügung stellt, wird für jeden gefahrenen Kilometer ein Sachbezugswert von Null erhoben.

Die neue Sachbezugswerte-VO stellt nun eindeutig klar, dass die Überlassung eines solchen Fahrzeugs auch dann nicht zu einem zu versteuernden Betrag führt, wenn im Rahmen einer Bezugsumwandlung ein Geldbezug in einen Sachbezug umgewandelt wird. Eine Unterschreitung des Mindestbezugs nach Kollektivvertrag ist nicht erlaubt.

Anschaffung einer Ladeeinrichtung

Bisher galt: Stellt ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer ein betriebliches Elektroauto zur Verfügung, ist für die Anschaffungskosten einer Ladevorrichtung (Wallbox) bis zu einem Betrag von 2.000 Euro kein Sachbezugswert anzusetzen. Übernimmt der Arbeitgeber mehr, ist der übersteigende Betrag steuerpflichtig.

Diese Regelung wird angepasst: Laut Begutachtungsentwurf sollen nun auch Leasingraten für Wallboxen, die vom Arbeitgeber übernommen werden, steuerfrei sein. Und zwar rückwirkend ab 1. Jänner 2023, sofern die Anschaffungskosten 2.000 Euro nicht übersteigen. Auch hier gilt: Alles, was darüber hinausgeht, ist steuerpflichtig.

Aufladen von Elektrofahrzeugen

Elektroauto beim Laden

Seit Jänner 2023 ist beim kostenlosen Laden von Elektrofahrzeugen beim Dienstgeber generell kein Sachbezug anzusetzen. Die Frage, ob es sich um eigene Elektrofahrzeuge oder vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte E-Fahrzeuge handelt, spielt diesbezüglich keine Rolle. Ebenso ist es unbedeutend, ob eine kostenlose öffentliche Lademöglichkeit in der Nähe des Unternehmens vorhanden ist.

Des Weiteren wurde die steuerliche Begünstigung der Kostenerstattung bzw. der Kostenübernahme für das Aufladen eines Elektroautos an einer fremden Ladestation oder zu Hause gesetzlich verankert. Dies gilt jedoch nur für Kraftfahrzeuge, die vom Dienstgeber zur Verfügung gestellt wurden, nicht nur eigene.

Als Voraussetzung gilt, dass die Kosten für das E-Auto laden an einer öffentlichen Ladestation nachgewiesen werden können oder die vom Arbeitnehmer genutzte Ladeeinrichtung die Zuordnung der Lademenge des arbeitgeberseitigen E-Autos gewährleistet. Für das Kalenderjahr 2023 wurde ein maßgeblicher Strompreis von 22,247 Cent/kWh festgelegt.

Die Sachbezugswerteverordnung sah bisher vor, dass für die steuerfreie Erstattung von Stromkosten für das Aufladen von Elektrofahrzeugen in der Wohnung des Arbeitnehmers eine spezielle Ladevorrichtung erforderlich ist, die genau aufzeichnet, wie viel Strom in das betriebliche Fahrzeug geladen wurde. Aufgrund der Erkenntnis, dass eine solche exakte Zuordnung technisch oft nicht möglich ist, soll nun eine Anpassung erfolgen.

Demnach soll es genügen, wenn eindeutig nachgewiesen werden kann, dass die geladene Strommenge für das Elektrofahrzeug im Betrieb verwendet wurde. Dies wird durch die Aufzeichnung von Ladeort und Lademenge durch das Fahrzeug selbst („In-Vehicle Recording“) ermöglicht.

Trifft dies zu, führt die Erstattung nicht zu einem abgabepflichtigen Sachbezug.

Für Fälle, in denen eine genaue Zuordnung nicht möglich ist, gibt es eine Übergangslösung bis 2025. Die Kosten des Arbeitnehmers für das Aufladen eines arbeitgeberseitigen Fahrzeugs dürfen in diesem Fall bis zu einem Betrag von 30 Euro pro Kalendermonat erstattet werden, ohne dass dies als Einkommen gewertet wird.

Für das Kalenderjahr 2024 wurde ein maßgeblicher Strompreis von 33,182 Cent/kWh festgelegt.

Sachbezug Elektroauto: Arbeitgeber können zusätzliche Anreize bieten

Welche Möglichkeiten und Vergünstigungen ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen möchte, ist zweifellos eine Frage der finanziellen Ressourcen und der Unternehmensphilosophie.

Die Neuerungen in der Sachbezugswerte-VO schaffen aber endlich rechtliche Klarheit und erleichtern es Dienstgebern, ihren Mitarbeitern interessante Anreize zu bieten und gleichzeitig die E-Mobilität zu fördern.

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    Häufig gestellte Fragen zum Sachbezug für Elektroautos

    Was genau ist ein Sachbezug im Zusammenhang mit Elektroautos?

    Ein Sachbezug ist ein Vorteil, den ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber erhält, oft in Form eines Waren- oder Dienstleistungsbezugs. Im Zusammenhang mit Elektroautos könnte das beispielsweise die Bereitstellung eines Firmen-Elektroautos zur privaten Nutzung oder die Übernahme der Kosten für eine Ladeeinrichtung sein.

    Wie hat sich die Sachbezugswerteverordnung für Elektroautos 2024 geändert?

    • Arbeitnehmer sollen die Kosten für das Aufladen des Elektroautos zu Hause steuerfrei erstattet bekommen, wenn die nachweisliche Zuordnung der Lademenge zum arbeitgebereigenen Kraftfahrzeug gewährleistet ist. Der Nachweis erfolgt durch die Aufzeichnung von Ladeort und Lademenge durch das Kraftfahrzeug selbst mittels „In-Vehicle Recording“.
    • Arbeitgeber können künftig eine Ladevorrichtung leasen und dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellen. Für die Berechnung des geldwerten Vorteils ist der Prozentsatz der Anschaffungskosten zu ermitteln, der den Betrag von 2.000 Euro übersteigt.
    • Der für die steuerfreie Kostenerstattung maßgebliche Strompreis wird für das Kalenderjahr 2024 auf 33,182 Cent/kWh angehoben.

    Wie hat sich die Sachbezugswerteverordnung für Elektroautos 2023 geändert?

    Die Sachbezugswerteverordnung 2023 hat einige wichtige Änderungen hervorgebracht. Eine wesentliche Änderung ist, dass Elektroautos, die von Arbeitgebern zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt werden, einen Sachbezugswert von null haben. Darüber hinaus müssen bei der Bereitstellung einer Ladevorrichtung durch den Arbeitgeber bis zu einem Betrag von € 2.000 keine Sachbezugswerte berücksichtigt werden.

    Muss das Laden eines Elektroautos als Sachbezug betrachtet werden?

    Nein, seit 2023 ist beim kostenlosen Laden von Elektrofahrzeugen beim Arbeitgeber generell kein Sachbezug anzusetzen. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eigene Elektroautos oder um vom Arbeitgeber bereitgestellte Fahrzeuge handelt. Darüber hinaus wurde die steuerliche Begünstigung der Kostenübernahme für das Aufladen an öffentlichen Ladestationen oder zu Hause gesetzlich verankert.

    Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Kostenübernahme für das Aufladen eines Elektroautos nicht als Sachbezug gewertet wird?

    Die Kosten für das Aufladen an einer öffentlichen Ladestation müssen nachgewiesen werden können. Wenn der Arbeitnehmer eine private Ladeeinrichtung nutzt, muss die Ladeeinrichtung die Zuordnung der Lademenge des vom Arbeitgeber bereitgestellten Elektroautos gewährleisten. Für das Jahr 2024 wurde ein maßgeblicher Strompreis von 33,182 Cent/kWh festgelegt.

    Wie können Arbeitgeber die E-Mobilität unter ihren Mitarbeitern fördern?

    Arbeitgeber können verschiedene Anreize nutzen, um die E-Mobilität zu fördern. Dazu gehört die Bereitstellung von Elektroautos für den privaten Gebrauch der Mitarbeiter, die Übernahme der Kosten für Ladeeinrichtungen oder die Kostenübernahme für das Aufladen der Elektroautos. Durch die Änderungen der Sachbezugswerteverordnung 2023 werden diese Anreize steuerlich begünstigt und rechtlich geklärt.

    Wie hoch ist der Sachbezug bei Elektroautos in Österreich 2024?

    Für Elektroautos, deren CO-2-Emissionswert bei 0 Gramm liegt (also reine Elektroautos), wird in Österreich kein Sachbezug erhoben. Das bedeutet, dass Arbeitgeber für diese Fahrzeuge keine zusätzlichen Lohnnebenkosten, Lohnsteuer oder Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, wenn sie diese Fahrzeuge ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. In einfachen Worten: Es entstehen keine zusätzlichen steuerlichen oder sozialversicherungsrechtlichen Kosten für den Arbeitgeber, wenn er einem Mitarbeiter ein reines Elektroauto als Dienstwagen gibt.

    Wie lange sind E-Autos steuerfrei in Österreich?

    In Österreich sind reine Elektrofahrzeuge sowohl von der NOVA (Normverbrauchsabgabe) als auch von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit. Das bedeutet, dass beim Kauf eines Elektrofahrzeugs mit einem CO₂-Ausstoß von 0 Gramm keine Steuer anfällt und nach dem Kauf keine jährliche motorbezogene Versicherungssteuer erhoben wird. Wie lange dieser Umstand anhält, ist derzeit nicht vorherzusehen.

    Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Plug-in-Hybride der motorbezogenen Versicherungssteuer für den Verbrennungsmotorteil unterliegen.

    Seit Jänner 2023 ist das Aufladen von elektrischen Firmenwagen steuerfrei, und es gibt keinen steuerpflichtigen Vorteil für Arbeitnehmer, die ihre Elektrofahrzeuge am Arbeitsplatz aufladen.

    Gibt es Ausnahmen von der Sachbezugspflicht für Firmenfahrzeuge?

    In Österreich gibt es Ausnahmen von der Sachbezugspflicht für Firmenfahrzeuge. Hier sind einige Situationen, in denen kein Sachbezug erforderlich ist:

    • Wenn das Firmenfahrzeug überhaupt nicht für private Zwecke genutzt wird.
    • Wenn das Firmenfahrzeug für private Zwecke weniger als 500 km pro Jahr genutzt wird.
    • Wenn das Firmenfahrzeug ein Elektrofahrzeug ist und kostenlos am Arbeitsplatz aufgeladen wird.

    Was kostet ein E-Auto den Arbeitgeber?

    Die Kosten für ein Elektroauto für den Arbeitgeber in Österreich hängen von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind einige Kostenpunkte, die berücksichtigt werden sollten:

    • Kaufkosten: Der Arbeitgeber muss die Kosten für den Kauf des Elektroautos tragen. Diese können je nach Modell und Ausstattung variieren. Bei hochpreisigen Modellen oder Luxus-Elektroautos mit einem Anschaffungswert von über 40.000 Euro kommt zusätzlich die Luxustangente zum Tragen, was die Anschaffungskosten weiter erhöht.
    • Ladeeinrichtung: Wenn der Arbeitgeber eine Ladeeinrichtung für das Elektroauto anschafft, können diese Kosten ebenfalls anfallen. Es ist wichtig, dass die Kosten für die Ladeeinrichtung exakt erfasst werden und nur das arbeitgebereigene Fahrzeug betreffen.
    • Ladekosten: Wenn der Arbeitgeber die Kosten für das Aufladen des Elektroautos übernimmt, müssen diese ebenfalls berücksichtigt werden. Die Lademenge muss eindeutig dem arbeitgebereigenen Elektrofahrzeug zugeordnet werden können. Hierzu ein Praxistipp von Dr. Thomas Neumann

    Einige weitere Punkte, die die Kosten beeinflussen können:

    • Wenn das Elektroauto ausschließlich für dienstliche Zwecke genutzt wird, fallen keine zusätzlichen Kosten für den Arbeitgeber an.
    • Wenn das Elektroauto auch für private Zwecke genutzt wird, muss der Arbeitgeber einen Sachbezug zahlen, es sei denn, das Elektroauto wird ausschließlich an öffentlichen Ladestationen aufgeladen.
    • Wenn der Arbeitgeber eine Ladeeinrichtung für das Elektroauto anschafft, kann er die Kosten bis zu einem Betrag von 2.000 Euro übernehmen, ohne dass ein Sachbezug anfällt.
    • Wenn der Arbeitnehmer sein privates Elektroauto beim Arbeitgeber kostenlos auflädt, fällt dafür kein Sachbezug an.




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